Woche 1, Niederlande / Belgien / Frankreich

Freitag, 28.12.2018:

Es geht los. Endlich. Nach Tagen des Packens sind wir endlich soweit das alles drin ist. Wir sind noch bei Freunden zum Frühstück eingeladen, dann geht es los. Erstes Etappenziel ist Postel, direkt hinter der Niederländisch/Belgischen Grenze.

Samstag, 29.12.2018:

Nach den anstrengenden letzten Tagen brauchen wir erst mal eine Pause, wir bleiben einen Tag hier. Hier gibt es eine große Abtei mit einem keinen Laden und einigen Tieren. Der Hahn ist allerdings Frühaufsteher, es geht schon um 4 Uhr los.

Sonntag, 30.12.2018:

Heute geht es weiter, wir fahren nach Bapaume. Hier war ich mit ca. 16 mal im Schüleraustausch. Der Stellplatz ist dann auch direkt neben der Schule und einer Kirche, die aber verlassen zu sein scheint.

Montag, 31.12.2018:

Ab heute fahren wir vermehrt Landstraßen, wir wollen möglichst Mautfrei bleiben. Somit sind wir relativ lange unterwegs und kommen erst in der Dämmerung in Le Havre an. Der Stellplatz ist leider nicht so dolle, die beschriebene tolle Aussicht über die Stadt geht in Wahrheit über ein Industriegebiet. Um Mitternacht ist aus Richtung Stadt viel Lärm und auch geknalle zu hören, nur sehen tun wir nix. So gehen wir kurz nach Mitternacht schlafen.

Dienstag, 1.1.2019:

Die Nacht war ruhig, sogar erstaunlich ruhig. Wir machen noch einen Wasserservice, was sich aber als schwieriger herausstellt als gedacht. Der Wasserhahn hat kein Gewinde. Also alles in den Eimer und von da aus mit der eigenen Pumpe in den Tank. Sehr umständlich und langsam. Als der erste Tank halb voll ist, haben wir keinen Bock mehr. Das muss reichen.
Wir fahren runter in die Stadt auf einen Parkplatz direkt am Strand. Von hier aus gehen wir nachmittags die Stadt erkunden. Abends bleiben wir hier und verbringen wieder eine erstaunlich ruhige Nacht.

Mittwoch, 2.1.2019:

Heute geht es weiter in die Normandie. Zuerst müssen wir aber Wasser finden. Der zweite Versuch ist dann auch schon von Erfolg gekrönt. Kostet uns zwar 4€, aber dafür sind die Vorräte wieder voll. Wir fahren weiter nach Port-en-Bessin. Von hier ist es nicht mehr weit zum berühmten Omaha-Beach. Der Ort ist sehr klein und eng, so dass wir etwas Schwierigkeiten haben zum angepeilten Stellplatz zu kommen. Letztendlich sind wir aber doch erfolgreich. Von hier aus haben wir eine tolle Übersicht über die Hafeneinfahrt. Die Fischerboote kommen auch grade rein.

Donnerstag, 3.1.2019:

Die Nacht war wieder sehr ruhig. Wir gehen erst mal den Ort erkunden. Es ist ein kleiner Fischerort mit vielen kleinen, alten Häusern. Alles sehr malerisch, aber außer Fisch und Touristen gibt es hier nicht viel. Wir fahren weiter zum Omaha-Beach Denkmal und natürlich am den Strand. Schwer vorstellbar was damals hier los war. Ich möchte es mir auch gar nicht zu lebhaft vorstellen. Nach einer Pause geht es noch ein paar Kilometer weiter bis zu Stellplatz mit toller Aussicht übers Meer.

Freitag, 4.1.2019:

In der Nacht war außer dem Meeresrauschen nichts zu hören. Wir konnten ein paar Leuchttürme, und zwischendurch sogar Sterne sehen. Dafür war es sehr kalt. Die Heizung musste ganze Arbeit leisten. Nach dem Frühstück geht es Richtung Mount St. Michel, einem Kloster auf einem Inselberg, direkt vor der Küste. Tanken mussten wir auch mal wieder. Hier gab es sogar noch einen Tankwart. Er sprach auch etwas Englisch und so konnten wir uns etwas unterhalten. Die restliche Fahrt war ereignislos, nur das Wetter wurde besser. Wir stehen grade im strahlenden Sonnenschein in Beauvoir auf einem Stellplatz für 12,50€, dafür aber mit Strom, Wasser und WLAN inklusive. Den Rest des Tages machen wir Haushalt, morgen wollen wir dann zum Berg.

Samstag, 5.1.2019:

Der Berg ruft. Nach einigem suchen haben wir den richtigen Parkplatz gefunden und unser japanisches Kleinwohnmobil für 17,60€ pro Tag untergebracht. Das geht ja gut los. Vom Parkplatz müssen wir erst mal ein gutes Stück zum Bus laufen, der uns dann zum Berg bringt. Jetzt geht das gekletter los. im äußeren Ring gibt es nur Restaurants und Fressbuden, aber oberhalb kommen dann die schönen Sachen. Erst eine kleine Kirche uns ganz oben dann die Abtei. Das Problem ist nur, das es ungefähr 827000 Stufen gibt, was mit Kinderwagen nicht wirklich toll ist. Irgendwann nehme ich Ari auf den Rücken und den leeren Kinderwagen an den Arm. So geht's schon besser. Aber der ganze Aufwand lohnt sich, es ich echt beeindrucken was die hier über Jahrhunderte auf den Berg gebaut haben. Bevor wir wieder zurück fahren essen wir noch etwas, einen Crépe, ein Sandwich und zwei Kakao für schmale 21,90€. Abends gehen wir dann noch einkaufen und fahren noch ein paar Kilometer bis zu einem kleinen Stellplatz, mal wieder am Friedhof.

Sonntag, 6.1.2019:

Heute ist Fahrtag, es geht nach Le Mans. Der Stellplatz liegt direkt an einem Kanal, sehr schön, aber auch viele Spaziergänger.